Donnerstag, 6. Juli 2017

Jeans & Crowns


Oh nein, mein Garten ist keine Fashionista, mein Garten orientiert sich nicht an Mailand, Paris, New York, mein Garten orientiert sich nicht einmal an der Chelsea Flower Show, mein Garten ist modetechnisch absolut ignorant. 



Und dann, dann kommt plötzlich dieses Gras daher, trägt eine Frisur wie die Sex Pistols in ihren besten Zeiten und verlangt nach Hotpants aus Jean. 



Ihr Wunsch, gnädiger Herr, ist mir Befehl. Den Schrank gestürmt, eine alte Jeans herausgekramt, abgeschnitten, einen betagten Gürtel eingefädelt und das Gras zufriedengestellt.




Am Ende fand ich die Lösung, in dieser Form hässliche Töpfe verschwinden zu lassen, auch nicht so blöd.


Auf einem Upcycling-Bein steht man schlecht, also noch schnell aus den restlichen Dosen Kronen gemacht, und sie dem Sommer aufgesetzt.



Sie stehen für die Teelichter am Teich, denn am Abend zieht es uns, von welchem Teil des Gartens oder des Hauses auch immer kommend, auf den Terrassen-Sitzplatz. 



Abende, an denen man die Sterne am Himmel wie Gänseblümchen pflücken kann, erlebt man am allerbesten bei Kerzenschein. Und diese Dosenkronen sind bekanntlich superschnell gemacht.



Danke für eure liebe Gesellschaft, auch wenn sie nur virtuell ist, ich freue mich sehr, dass es euch gibt. Das Tantchen macht übrigens eine Pause, weil ihr Schreibdienst wiedereinmal auf Reisen geht. Wir sehen uns hoffentlich wieder im August. Bis dahin wünsche ich euch alles Glück der Erde und traumhaft schöne Tage ... den halben Sommer lang.
Lasst euch ganz fest drücken
Tante Mali



Donnerstag, 29. Juni 2017

Der unverbesserliche Garten


Herzlichst willkommen ihr Lieben und Wunderbaren zu einer alten Geschichte, die dennoch immer neu geschrieben wird und zum Gärtnern gehört, wie das Amen zum Gebet.



Es ist die Geschichte der Vagabunden, der Selbstgestaltungsfetischisten, Freigeister, Anarchisten, man könnte auch sagen, der Wiedergänger unter den Pflanzen. Die Geschichte jener, die so wunderbar die Ordnung stören und dafür sorgen, dass es dem gartenbetreuenden Menschen nicht langweilig wird.



Mutterkraut, einjähriger Rittersporn, Hornveilchen und Co. finden die auch noch so kleinste Lücke in Beeten und anderswo und manchmal frage ich mich, wie der Garten sich wohl gestalten würde, ließe man sie gewähren.



Vor Jahren wohnte in meinem Garten ein mitternachtsblauer Mohn ... jetzt ist er fliederfarben oder pink - mutiert oder regrediert???? Er stellt sich die Frage nicht, er ist da,öffnet seine Blüten für einen halben Tag und schenkt mir etwas Dekomaterial. Ach ja, weil wir bei der Vergangenheit sind: Mutterkraut mochte ich nicht so wirklich, doch nun darf es seine weißen Punkte in die Beete malen. Es hat sich bereits bis auf die Straßenseite vorgewagt hat. 





Und vor das Gemüsebeet ... und ... ach lassen wir das :)!

Wer klein ist, braucht einen Logenplatz. Das Hornveilchen sitzt im Hochbeet und genießt die Aussicht ...



... auf das, was es zu ernten gibt. 



Es wundert mich ja immer wieder, aber es gedeihen tatsächlich auch Pflanzen, die man selbst und bewusst aus Samen zieht :)! 



Und nun, meine Lieben und Wunderbaren zu einem ganz anderen Kapitel. Seit heute ist ein Sonderheft von Mein Schöner Garten im Handel mit vielen zauberhaften DIY-Anleitungen für den Sommer. Ich freue mich sehr, darin ganz reizende Bloggerkolleginnen gefunden zu haben und natürlich freue ich mich auch darüber, dass Living & Green mit den Betonpilzen vertreten ist. Ich darf 10 Hefte verlosen. Die Verlosung läuft allerdings ausschließlich auf der Facebook-Seite von Living & Green. Ich hoffe, ihr findet den Weg: https://www.facebook.com/livingandgreen
Toi, toi, toi für alle, die mitmachen wollen.



Lasst euch drücken, ihr Lieben und Wunderbaren!
Tante Mali grüßt artig und wünscht euch eine superfeintollschöne Zeit!

Donnerstag, 22. Juni 2017

Summertime ...


Euch allen, ihr Lieben und Wundbaren, einen traumhaft schönen Sommer. Möge er euch viele laue Abende schenken, viel Glück, Freude und Genuss!!! 
Lasst euch herzen und drücken und knuddeln und umarmen
Tante Mali
P.S. Diese Woche ging das Leben seinen ganz normalen Lauf, daher heute einfach nur ein Bild und einen dicken Herzensgruß

Donnerstag, 15. Juni 2017

Alte Liebe rostet nicht - Liegestuhl-Lifting




Bei 30 Grad im Schatten beginnt das Leben unter dem großen Apfelbaum... und wenn es keine 30 Grad hat, dann beginnt es dennoch dort. Die Margeritenwiese ist gemäht und wird sich für zwei Wochen als bräunlicher Fleck abzeichnen, was dem Wohlfühlklima unter dem Baum und neben dem Strauchbeet noch nie etwas anhaben konnte.



Zu meinem Garten gehören seit Jahren zwei altehrwürdige Liegestühle, deren wirklich stattlichen Jahre wohl weit im vorigen Jahrhundert liegen. Sie sind verzogen, die Scharniere haben längst Rost angesetzt und die Bespannung war brüchig geworden.



Unter den kritischen Blicken - nebst fachkundlichen Anweisungen - von Herrn Paul wurden sie vergangene Woche geliftet, soll heißen: Neu bespannt.



Herr Paul und weitere männliche Ratgeber waren der Meinung, es wäre vernünftig, die Stoffbahn zweimal um das Holz zu schlagen. So geschah es dann auch. 



Verwendet wurden ein Markisenstoff, der allerdings zugeschnitten und genäht werden muss, (nicht wirklich das Problem) und Tapezierernägel (schon eher eine kleine Herausforderung). 



Aber nun sitzt es sich wieder gut im Schatten, bei einem Glas schwesterlichen Holundersaft, neben Strauchhortensie und rotem Holunder und sollte einmal die Zeit übersehen werden, stehen dort auch die Dosenlichter aus dem vergangenen Jahr. 




Come in, take a seat, relax und lasst Fünfe einmal gerade sein, ihr Lieben und Wunderbaren, das ist eine sensationell wirksame Anti-Falten-Kur :)!
Eine sommersonnige Zeit wünscht euch Tante Mali und drückt euch ganz fest!!!



Donnerstag, 8. Juni 2017

Töpfe, Töpfe, Töpfe ....


"Nicht schon wieder," dachte der Petunientopf in Hitchhiker's Guide to the Galaxy während er vom Himmel fiel. Ein wundervolles Buch, das ich wieder einmal lesen sollte, dachte wiederum ich mir, als ich meine Töpfe und Pflanzgefäße im Garten mit der Sommerbesetzung versehen habe. Rosen und Hortensien, Kräuter und Nelken, weißbunter Gundermann und Lavendel. Petunien im Topf gibt es übrigens keine.



In diesem Sommer, so habe ich mir vorgenommen, sollte es mehr Pflanzgefäße im Garten geben. Frei nach dem Motto: Töpfe, Töpfe, Töpfe soweit das Auge reicht. 



Da blieben natürlich auch Neuzugänge nicht aus. Im Beet vor dem Kiesgarten hatte sich leider eine der alten Rosen für immer verabschiedet ... und ja ich weiß, was eingeht schafft Platz für Neues ist ein nur halbtröstlicher GärtnerInnen-Spruch. Ich wollte zwischen dem Durcheinander der unfrisierten Harlekinweide und den struppigen Gräser einen ruhigen Pol, ein großes aber leichtes Pflangefäß, dass auch zur quietschrosafarbenen Gerti (Gertrude Jekyll) und dem übrigen Garten passt.



Plastik kommt nicht in Frage, Polyrattan passt so gar nicht, die Lösung lautete schließlich Fiberclay, ein Fiberglas-Steingemisch, das ich nach einigem Suchen bei Pflanzwerk gefunden habe. Ein Cube in lavagrau, der aussieht wie Stein und nicht schwerer als eine vernünftig gefüllte Einkaufstasche ist. 


Bepflanzt wurde er mit dem Sommerklassiker Lavendel und im Prinzip wie ein Hochbeet aufgesetzt. 

In seinem kleineren Bruder wohnt Thulbagia, das wunderbare Knobi-Kraut. 



Weil wir gerade bei den Kräutern sind: Natürlich stehen wieder Thymian, Salbei und Rosmarin auf der Terrasse im Topf.



Für die Hortensien unter dem Weichselbaum habe ich Topfhussen gebaut. 



Und meine großartige Schwester hat mich mit traumhaft schönen Betonkugeln versorgt. 



Zwischendrin wächst noch der Kindergarten und diverses anderes Grün- und Blühzeugs - alles zu zeigen würde den Rahmen sprengen und eure Geduld zu sehr auf die Probe stellen - und im den hängenden Töpfen trocknet die erste Hortensienblüte vor sich hin. 





Der Petunientopf in Hitchhiker's Guide to the Galaxy landet übrigens zunächst weich, zerbricht dann aber doch und die Petunie selbst kann nur noch ihre Rachepläne schmieden, bevor sie erfriert. Bei mir geht die Topfgeschichte hoffentlich besser aus. 
Schön, dass ihr da ward, ihr Lieben und Wunderbaren, ich freue mich immer über eure lieben Besuche. Habt eine wundervolle Gartenzeit, jetzt haben die groben Arbeiten langsam ein Ende und die Wochen des Genießens stehen uns bevor. 
Falls euch langweilig werden solltet und ihr zudem auch noch die Spatzen in eurem Garten lachen hören wollt, schaut doch auf Living & Green vorbei, dort habe ich die Anleitung für kleine Vogelscheuchen online gestellt. 



So und jetzt noch einen herzhaften, kräftigen, innigen Drücker
Tante Mali

Donnerstag, 1. Juni 2017

Fast wie Urlaub - Garten und Saté-Spieße


Oh dieser Mai hat ein fulminates Ende hingelegt, sensationell. Das war ganz großes Kino. Chapeau! 


Die Margeriten in der Wiese zeitgleich mit der Perennial blush ... das muss man einmal so inszenieren und dann noch in 3D und mit zarten Zitronenduft. Wer auch immer Regie geführt haben mag, herzliche Gratulation.




Irgendwie scheint der Garten dankbar zu sein, für den etwas langsameren Start. Der Mai ging es sehr gemächlich an und am Ende blüht es bis in alle Winkel hinein. 




Und wenn ich nach der Arbeit im Kiesgarten ein Feuer machen und darauf kochen kann, ist es ein Stück Urlaub und Erholung pur.



Da reichen ein Glas Wein, etwas Salat aus dem Garten, selbstgebackenes Brot  und ein paar Saté-Spieße auf dem Grill, um genüsslich die Beine von sich zu strecken, mit den Zehen im Kies zu spielen und wahrhaftig beglückt zu sein.


In diesem Sinne, meine Lieben und Wunderbaren: Carpe diem! Genießt den Augenblick und habt eine traumhaft schöne Zeit.
Fühlt euch fest gedrückt und innig geherzt
Tante Mali